In meiner letzten Podcastepisode habe ich darüber gesprochen, dass ich es kaum erwarten kann, dass der Sommer endlich ankommt. Über Tage hinweg hatte ich mich optimistisch nur mit Blazer und halb offenen Schuhen aus dem Haus getraut — nur um von einer wirklich ungewöhnlich unfreundlichen Frische für den Monat Mai bestraft zu werden.
Und dann kam der Sommer, just like that, quasi über Nacht. Ich war die letzten Tage in Paris, eine Stadt, die sich so unglaublich aufheizen kann, dass im Nu der Asphalt flimmert. Man kann die Wärme riechen, sie steht im Raum, sie nimmt der Luft jegliche Frische. Also setzte ich mich am Nachmittag mit einem Wassereis vor den Ventilator und hoffte auf innere Abkühlung — am Abend flüchtete ich in den Bois de Vincennes, diese wunderbare grüne Lunge am Rande von Paris.
Als Wahlzürcherin bin ich es mir gewohnt, dass mir bei solchen Temperaturen irgendwo ein Gewässer zur Verfügung steht. Es ist für mich der grösste logistische Fehler an Städten wie Paris, Rom, London oder Berlin — so viel Beton, so wenig Wasser, in das man einfach reinhüpfen kann.
💖 Das habe ich diese Woche geliebt:
Zu Besuch bei Monet: Ich war letztes Wochenende zum ersten Mal in Giverny. Auch wenn es nur wenige Seerosen auf dem Teich hatte, die Blütenpracht des Gartens hat mich einfach verzaubert.
Meine Meduse: In Marseille habe ich mir diese klassischen Plastik-Sandalen gekauft, mit denen ich problemlos über Steine und Felsen ins Meer klettern kann. Cute, rosa und funktional – ein Schuh, der mich auf vielen Ebenen glücklich macht.
Immer und für immer: Tarte au citron.
Rosé: dunkelpink und - weil in Marseille - 3 Euro pro Glas.
😤 Das habe ich diese Woche gehasst:
Mit der Hitze kommen die Mücken. Und Mücken lieben mich. Ich hasse es, mitten in der Nacht aufzuwachen und auf Mückenjagd zu gehen. Noch mehr hasse ich es, einfach nicht mehr schlafen zu können, weil ich komplett verstochen bin.
Mediterrane Städte im Sommer? Liebe ich. Aber dass es immer und immer wieder so nach Urin stinken muss, macht mich regelmässig fertig. Vor allem, wenn ich sehe, wie irgendwelche Typen — ausdrücklich nicht Menschen ohne Alternativen — am hellichten Tag vor Supermärkten pinkeln, als gäbe es keine Menschen um sie herum.
Über das Wochenende bin ich weitergereist – hin zum Wasser, hin zum Meer. Es ist mein erstes Mal in Marseille, dieser rauen und dennoch charmanten Hafenstadt im Süden Frankreichs, nur drei Zugstunden von Paris entfernt. Hier bin ich durch die Gassen geschlendert, hab mir für wenig Euro eine kleine Korbtasche gekauft und das Champions Finale inmitten von Marseille-Fans geguckt (was eine lustige Erfahrung war, denn der Hass für PSG in Marseille ist gross).
Vor allem aber blickte ich auf das Weite Blau. Als ich gestern im Wasser trieb, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich hatte doch gerade erst noch meinen Wollschal in Zürich an! Das Meer kam völlig unerwartet.

Für mich gibt es keinen Sommer ohne Wasser. Und während ich so in die Sonne auf mein Gesicht schien, kam mir eine Idee: Was wäre, wenn ich für euch eine Liste all der wunderbaren Dinge zusammenstelle, die aus dem Zusammenspiel von Wasser und Sommer entstehen? Orte, an die wir uns treiben lassen. Dinge, die wir trinken möchten. Welten, in die wir eintauchen können.
Lust? Okay, let's take a dip!
🔒 «Mehr Wasser, bitte» – meine persönliche Sommer-Liste: Welche Schweizer Gewässer ich euch wirklich empfehle und welchen Geheimtipp ich jahrelang für mich behalten habe. Dazu: die Orte, an denen ich mich dem Meer am nächsten fühle, was wir trinken, lesen und tragen sollten.
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