Ich war diese Woche wie gelähmt. Teil meines Jobs als Creator Journalistin ist es, meine Arbeit auf Social Media zu teilen. Instagram erinnert mich als Benutzerin ständig daran, dass ich noch mehr posten soll. Kleine Pfeile zeigen dann dramatisch nach unten, wenn auf dem eigenen Profil nichts passiert. Ich traute mich vor schlechtem Gewissen kaum noch die App zu öffnen. Aber ich konnte es beim besten Willen nicht schaffen, irgendetwas hochzuladen. Alles kam mir so unglaublich banal vor.

Also entschied ich mich einfach dafür, zu pausieren.

Dieses Gefühl hat natürlich mit dem schrecklichen Unglück von Crans-Montana zu tun, das die ganze Schweiz in einen Zustand des Schocks und der Trauer versetzt hat. Aber es war mehr als das. Es war die gesamte Nachrichtenlage, die mich einfach überwältigt hat. Eine Meldung nach der anderen: Die USA greifen Venezuela an – am dritten Tag des Januars (!). Dann Minnesota, wo eine Frau auf offener Strasse in ihrem Auto erschossen wird, die Ehefrau steht daneben. Drei Kinder verlieren ihre Mutter. Dann Grönland, militärische Drohungen, Grenzen, die plötzlich nicht mehr so sicher scheinen.

Und während ich das alles las, spürte ich, wie sich etwas in mir verkrampfte. Nicht nur Sorge. Sondern eine Art Lähmung. Dieses Gefühl, dass die Welt gerade so laut schreit, dass ich keine Ahnung hatte, was ich noch dazu sagen könnte. Oder sollte.

💖 Das habe ich diese Woche geliebt

Bei all der Unruhe rundherum werden die kleinen Freuden umso wichtiger. Normalerweise teile ich hier auch, was mich genervt hat – aber diese Woche konzentriere ich mich nur auf das Schöne:

  • Es hat in Zürich geschneit! Leider hat der Schneefall dazu geführt, dass alle Busse ausgefallen sind, weshalb ich alle meine Erledigungen zu Fuss machen musste, aber ganz ehrlich: durch das verschneite Zürich zu spazieren! Ein Traum!

  • Ich war zum ersten Mal auf der Piste. Gleich danach hat mich ein Virus für 48 Stunden lahmgelegt, aber die paar Abfahrten davor waren wunderschön.

  • Ich habe mein eigenes Granola gemacht mit einem Miso-Honig-Glaze (how fancy!). Es wurde knusprig und süss und so lecker. Das Frühstück am Morgen schmeckt irgendwie noch besser, wenn man zum selbstgemachten Müsli greifen kann. Lasst mich wissen, falls ich das Rezept mit euch teilen soll…

  • Gleich noch ein kulinarischer Tipp (ich habe die letzten Tage tatsächlich vor allem kochend verbrach): Eine finnische Lachssuppe, die ich bereits im letzten Winter mehrfach gekocht habe. Dieses Rezept hier find ich ganz gut dafür.

  • Lange Gespräche mit Freundinnen, egal ob beim Apéro oder beim Kaffee am Morgen. Es hilft mir extrem über die aktuelle Newslage zu sprechen und im Austausch mit meinem Umfeld zu sein.

Trotz dieser Überforderung mit der Weltlage habe ich mit einer extremen inneren Ruhe in dieses Jahr gestartet. Paradox, oder? Ein Gespräch mit meiner Freundin hat mir geholfen zu verstehen: Wenn alles rundherum unsicher erscheint, fokussiert man sich darauf, wenigstens bei sich selbst zu sein.

Und genau da kann ich ansetzen. Bei mir selbst. Ich mache jetzt schon einen Frühjahrsputz – mitten im Januar. Ich entferne Dinge, die mich stressen, ich räume meinen Kalender auf und ich gehe alle stressigen Dinge mit einem bewussten Mantra an: Eines nach dem anderen.

Das klingt simpel, ich weiss. Aber wie macht man das eigentlich konkret? Wie findet man Ruhe, wenn die Welt brennt? Wie schützt man sich, ohne sich abzukapseln? Und wie navigiert man Social Media in Zeiten, in denen jeder Post banal erscheint?

🔒 Im Paid-Bereich teile ich mit dir:

  • Wie ich meinen Feed Marie-Kondo – und warum das gerade jetzt so wichtig ist

  • Wie ich 2026 plane, ohne mich zu optimieren

  • Meine Strategie, um Zeit für mich selbst zu blockieren (und sie auch wirklich zu schützen)

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