
Alles, was mich diesen Monat bewegt hat.
Okay, okay, okay, ich werde diesen Newsletter nicht erneut mit den Worten anfangen: Ich kann nicht glauben, dass es bereits … (Auch wenn ich innerlich schreie: Ich kann nicht glauben, dass es bereits November ist!?!)
Ich habe begriffen, dass sich in diesem Jahr bei mir kein richtiges Zeitgefühl mehr einstellen wird. Anfang 2025 war ich in Sri Lanka und Thailand, es kommt mir vor, als wären seither Jahre vergangen. Gleichzeitig realisiere ich, dass ich genau vor einem Jahr, Ende Oktober 2024, definitiv wusste, dass ich Tamedia verlassen werde. Ein Jahr?! Really?! Wie ist das möglich?
Ich habe mir Fotos aus dieser Zeit angeschaut und diesen Schnappschuss gefunden:

Es ist ein Selfie, das ich meiner Freundin Sara geschickt habe. Sie hatte mich gefragt, welches Moo-Deng-Foto an diesem Tag am besten meine Laune zusammenfassen würde (was sehr gut unsere Freundschaft umschreibt). Ich hatte mich gerade auf einer Toilette eingeschlossen, um kurz fünf Minuten zu weinen. Denn auch wenn ich erleichtert war, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, und nach Wochen der Unsicherheit wusste, dass ich das Unternehmen definitiv verlassen würde – ich war dennoch traurig. Ich mochte meinen Job. Ich hatte Angst davor, nicht zu wissen, was als Nächstes kommt. Ich hatte das Gefühl, gescheitert zu sein. Ich schrieb ihr: «Fühle mich wie ein Looser.»
Ich realisiere erst heute, dass all das einfach ein Teil des Loslassens war. Und dass es manchmal auch okay ist, sich für fünf Minuten auf einer Toilette einzuschliessen, um ein bisschen zu weinen. Das macht einen definitiv nicht zu einem Looser.
Interessanterweise hat sich auch dieser Oktober erneut wie ein Monat des Loslassens angefühlt. Ein Loslassen von alten Versionen meines Selbst. Ich habe mich durch meinen Kleiderschrank gekämpft und viele Kleider bei einem Secondhand-Sale verkauft. Bei manchen Stücken war ich wirklich traurig, sie wegzugeben, aber sie haben sich nicht mehr richtig angefühlt. Nicht mehr nach mir.
Ich finde es interessant, wie wir uns manchmal von unseren alten Versionen verabschieden. Wie wir unsere Hüllen wechseln und merken, dass es Zeit ist, loszulassen. Aufzuräumen. Platz für Neues zu schaffen. Und dieser Oktober hat mir gezeigt, wofür ich Platz schaffen will.
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